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Unschönes

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19.01.24

keine unschönen Momente seit Mai 2023. Ha! Wenn´s nur so wär.

Wobei - so viele sind es nicht. Ich muss echt überlegen und zusammenkramen.

-da wäre also der Eklat und Streit in der Familie, von dem ich Tage brauchte, um mich davon zu erholen. Ich verstehe nicht, was so schwer daran sein soll, aus Situationen zu lernen. Weshalb muss  dieselbe Scheiße sich so penetrant wiederholen? "Familie ist, trotzdem zusammen zu gehören", sage ich in dem anschließenden WhiskyGespräch im Lido. das wiederum zu den guten Momenten gehört. Familie ist da, wo man immer und trotz allem einander die Türe offenhält. Einen solchen Ort zu wissen ist ja ziemlich gut.  Familie ist ausserdem eine soziale Übung. Freunde sucht man sich aus, Familienmitglieder nicht, da ist man zur Liebe quasi zwangsverpflichtet.  Das macht dieses  "trotzdem"  bisweilen zu einer echten Zumutung.

-Wechseljahre. Grundlose Übellaunigkeit. An Weihnachten. Ausgerechnet. Es IST aber auch nervig, wenn der Opa - das an sich wäre leicht zu nehmen - die vorbereiteten Geldumschläge für die Kinder nicht mehr findet. Ich will nicht viel an diesem Abend, aber ich will zum gemeinsamen Singen mit der Stadtkapelle am Rathaus.  Wir aber sind spät dran, und deshalb heizt Opa wie angebrannt zum Friedhof, wo um diese Zeit, so kurz vor 5, auch viel los ist - auf dem Parkplatz ist reger Betrieb. Ihn ficht das nicht an, er stellt sich schräg auf die Behindertenparkplätze, blockiert also zwei!!, und erklärt "da kommt heut keiner mehr mit Rollstuhl!" HÄÄ? Und dann muss man diskutieren und mit ordentlich Nachdruck den Schlüssel an sich nehmen um umzuparken. Echt ey.

-twitter gelöscht. Nervt nur. Dieser Ton! Unterirdisch.

-Überhaupt Politik und Gesellschaft. Es ist zum irre werden. Es IST irre. Sehenden Auges mit Volldampf in den eigenen Untergang. Und dann noch Überlegenheitsphantasien pflegen. Manchmal hilft nur, mich gedanklich rauszubeamen, ins All, auf einen fernen Stern, und von von außen auf die Erde zu gucken. Da wirds zum absurden Witz.  Als solcher ist es leichter zu ertragen.

-nochmal Wechseljahre. Kennt die Waage eigentlich nur noch eine Richtung? Nach oben? Wieso gehts selbst dann nicht runter, wenn ich spürbar weniger esse. Herrje. Ich will nicht hungern müssen bis der Magen sich verkrampft.

-Lebensmittelmotten in der Bude. Ich werfe  bergeweise Lebensmittel weg, dass mein schwäbisches Herz blutet, und ich putze wie nie. Trotzdem dauerts gefühlt Wochen, bis es nicht mehr flattert

- Ich erhalte eine Mahnung eines InkassoUnternehmens, das eine Forderung der Deutschen Bahn eintreiben will, an die ich mich null erinnern kann. Sie bezieht sich, so viel bringe ich in Erfahrung, auf Februar 2012, das ist lange her. Damals war ich gerade Mutter geworden und habe viel getan, bin aber sicher nicht Zug gefahren. Von dieser Forderung über 60 Euro habe ich NIE gehört oder gelesen, und durch dies InkassoDing sind aus den 60 Euro 280 geworden. MMh. Erstmal nachfragen. 

Mai 23

Katze-Spritzen:

Ein Mal am Tag muss man etwas Schreckliches machen. Er weiß, es gibt kein Entkommen. Ich muss ihn nicht mal mehr lang einfangen. Er rennt und versteckt sich, hinterm Bild, neben dem Sessel, unterm Heizkörper. Er kriecht in Nischen und hinter Schutzwälle. Er verkriecht sich jetzt recht schnell und lässt sich wo rausziehen. Dann hängt er in meinem Arm wie knochenlos drübergelegt, mit angelegten Ohren und hängendem Schwanz, ergeben wie auf dem Weg zum Schafott. Und dann verkriecht er sich in dem Raum, in dem gespritzt wird, Bad oder Küche, je nachdem, wohin er im ersten Impuls geflohen ist oder wohin ich ihn bringe. ER verkriecht sich wieder - hintern Wäschekorb, untern Heizkörper, in die Badewanne. Heut - weil es gestern so daneben ging, dass es zwei Anläufe mit zwei Freundinnen brauchte - bei dem Ersten mit ebenfalls mehreren Versuchen, die allesamt misslangen, vielleicht, weil wir ein ungeprobtes Team waren -  heut hab ich da wieder auf ihn eingeredet, streichelnd, beruhigend, Hoffnung machend, ihm und mir: „Bald ist es vorbei und dann wartet ein wunderbarer Katzensommer“. Eine Art Mantra. Bis wir´s wagen. Und er lässt sich auf den Teppich oder den Badvorleger legen, und ich beeile mich mit der jeweiligen Helfer-Freundin, ihm das Halstuch als Schutzkrause umzulegen. Sie hat die Spritze gewärmt, zieht jetzt die Handschuhe an, (die sind neu im Procedere, mit gutem Grund) kniet sich hin, jede von uns ist auf einer Seite, sie hält die Krause, legt ihm ein 2. Handtuch übern Kopf, (auch das ist neu) , eine Hand auf den Hintern, und ich versuche ein Zelt zu bilden mit seinem Pelz. Wenn er sehr angespannt ist, geht es fast nicht. Ich muss schnell sein, darf aber nicht hetzen und unvorsichtig sein. Die Nadel muss ich sanft hineinschieben. Nix da „wie beim Dartspiel“. Wenn ich´s reinhaue, geht er durch. Auf jeden Fall schnell drücken. Das geht besser, je wärmer die Hand war. (Die Freundinnen  reiben, wenn´s draussen frisch ist, schon die Hände beim Reinkommen. Dann fragen sie „welche Seite?“. Man soll mit jedem Mal eine andere Einstichstelle wählen). Und er knurrt und spannt an, (er hat auch schon gefaucht und gekratzt und versucht zu beißen; aber das ist zum Glück die Ausnahme). Und er hält knurrend still - und geht hoch, sobald es drin ist – im günstigen Fall. Manchmal vorher. Gestern ging er mit der Nadel in der Flanke ab. Ich weiß nicht, ob es manchmal mehr schmerzt und brennt, oder ob es die Umstände sind, ich zu wenig Zeit ließ, irgendwer zu derbe vorgeht, oder ob es der pure Fluchtinstinkt ist, der immer lauert und willkürlich loslegt. Er reagiert unterschiedlich und ich kann es nicht recht einschätzen. Es gibt so einige Punkte, die jedes Mal neu austariert werden müssen. So darf auch die Helferfreundin nicht zu arg drücken und gleichzeitig nicht zu kraftlos sein. Manchmal, wenn es schon seeehr gut lief, hat er nicht mal gezuckt. Dann tat´s wohl auch nicht weh. Ich rufe manchmal „drin!“ , Wie bescheuert. Und dann lässt die Freundin los, und er zischt ab. Ein letztes Streicheln, dann darf er raus. Und alle atmen auf. Wieder ein Tag weniger. Es ist für alle eine Plage.

29.03., Mittwoch

Mein freier Tag und ich bin schlechter Laune. Der Kater ist auf dem Weg der Besserung, aber die letzte Spritze habe ich verkackt. Heute könnt´s schwer werden ihn zu spritzen. Man soll sich nicht im Voraus grämen. Man soll dies nicht, jenes nicht. Ach, was soll´s. Wenn ich´s nicht tue, habe ich auch nicht gleich bessere Laune. Es gibt so viele Gründe für die schlechte: dass die FDP jeden Klimaschutz ad absurdum führt. Das ist astreines Greenwashing, was die treibt. Im Grunde gehts nur drum, dass ein paar Lackaffen weiter ihre blöden Sportkärren fahren können und die Allgemeinheit mitbezahlt. Dass die Kleine so viele Hausaufgaben hat und sich so schwer tut damit. Und dass sie aus den Wochen beim Papa immer noch einiges mitbringt, das wir dann nachholen müssen. So haben wir den doppelten Stress. Ich finde den Haarschmuck von der Taufe nicht mehr und an der Kerze ist die Beschriftung abgefallen. Ausserdem ist mir der Tag zu kurz und die Waage dürfte auch zwei Kilo weniger anzeigen. 

Diese Liste ist beliebig lang fortsetzbar.

15.03. Mittwoch

Der kleine Kater ist krank, seehr krank. Ich weiß nicht, ob ich ihn durchbringe. Ich gehe zum Tierarzt und kaufe nicht zugelassene Medikamente, die man in China bestellt. Das Bezahlprocedere bringt mich an den Rand. Ich bin weder Tierärztin noch IT-lerin. 

Ich bin Mama zweier Kinder, von denen eins grad fett Scheiße gebaut hat, das andre ächzt unter der Schule, dass es in der Seele wehtut. Wir pfeifen aus dem letzten Loch. Immerhin, wir pfeifen.

27.11., Sonntag 

Voll der Novemberblues,  und Hilfe gibt es nur im Konjunktiv

„Man müsste erst dies tun, dann jenes“, auf ganz bestimmte Weise – eben so, wie mein Gegenüber mir das erklärt. Ich hatte nach Hilfe gefragt, hatte was abgeben wollen - und habe Klugscheißerei bekommen.

Vor einigen Tagen hatte ich einen Streit, bei dem es auch um Hilfe ging - wie zu helfen sei bei zwei alten Leutchen, die es nicht mehr alleine schaffen. Die aber auch keine Hilfe wollen, sich von jeder Hilfe nur gestört fühlen.

Was soll ich da sagen – ich will auch nicht jedem die Böse sein. Ich denke jetzt darüber nach, mein Zeug bis auf Weiteres selbst zu machen und bei der Hilfe für andere auch in den Konjunktiv überzugehen, „ich würde, wenn es ginge“.

17.09., Samstag

Unschön ist, Bekannten einen Gefallen zu tun, Wahlwerbung für einen OB-Kandidaten verteilen, für den man selbst gar nicht ist, Zwei Stunden Fußmarsch von Briefkasten zu Briefkasten, zum Teil im Regen. Aufs Klo müssen. Kurz in die Hecke eines unbewohnten Hauses verschwinden. Zu spät feststellen, dass da Brennnesseln wachsen. 

25.07., Montag

Unschön ist, so müde aufzustehen, dass man nüchtern torkelt und den kürzesten Weg zum Küchenfenster nimmt. Der Kopf ist zu schwer, wenn man sich dort auf den Hocker fallen lassen und sich auf die Arbeitsplatte senken muss. Und der Kreislauf ist nicht bereit für den Tag, wenns im Magen kötzerich rumort. Dann zu wissen, dass die ganze Woche noch vor einem liegt - sch....

15.07., Freitag

Ungut ist 

- ein verstopfter Abfluss. Immerhin - in Allem etwas Gutes - ich greife auf ein aus frühen Tagen gewohntes  Procerede zurück, habe ein Wännchen in der Spüle und sammle Wasser für die Gießkanne. Das ist so gesehen auch nachhaltig

- zum Narren gehalten werden. Wenn einer Geld leiht und jedes gegebene Versprechen bricht, einfach abtaucht und so tut, als wäre nichts gewesen. "Bei Geld hört die Freundschaft auf" heißt es. Ich finde, da fängt sie mitunter an - wo, wenn nicht da, wo man sich schätzt und respektiert und gerne die Hand reicht, leiht man auch mal seinen eigenen Notgroschen. Dumm nur, wenn einer gar nicht versteht, was Freundschaft ist.

08.05., Muttertagssonntag

Es gab so einige unschöne Momente seit März. Ein Kassensturz - das Geld geht raus wie nix. Diskussionen über Krieg und wie weit man sich darauf einlassen muss.  Ich bin brüskiert worden. Wenn einem wortlos ein Zettel hingelegt wird, auf dem einem ein Fehler vorgehalten wird - den man so nichtmal begangen hat - darunter zwei Pünktchen und ein Mund mit nach unten gezogenen Mundwinkeln, ein Bääähh, dann sind das schon unfeinde Methoden. Finde ich. 

Es ging besser in der Welt zu, wenn man offen miteinander reden würde.

23.03., Mittwoch

Ich lasse mich auf eine Diskussion auf Twitter ein: es geht um Homöopathie. Ich war nie eifrige Kügelchenverwenderin, habe aber auch mal Arnika benutzt und bin durchaus offen für selbst abenteuerliche Herangehensweisen - da, wo die klassische Medizin sowieso kein Patentrezept hat. Ist ja nicht so, auch die hat ihre Grenzen. Und ich kenne einige, die eine ganze Kügelchen-Sammlung haben, für alle Verwendungszwecke das passende, und die von erfolgreichem Gebrauch berichten. Weshalb sollte ich ihnen das absprechen. 

Die Szene ist durch ihre Haltung während der Pandemie schwer in Misskredit geraten. (Wobei auch nicht alle ins selbe Horn blasen.) Ich meine, es ist Zeit, Gräben zu schließen und Brücken zu bauen und breche eine Lanze für die Homöopathie, im Tenor "jedem das seine; wem es hilft, dem soll es helfen". Weshalb diese vehemente Feindseligkeit und Angriffshaltung? Ich wage zu behaupten, bei aller Kritik - auch die Homöopathie habe ihre Verdienste. "Wer heilt hat Recht." 

Ein Sturm der Entrüstung und der Anklage. Eine Heilung, die auf etwas anderes als die Wissenschaft - die also auf Glauben basiert, ist keine Heilung, selbst wenn der Mensch geheilt ist. Mmh. Ich würd sagen, Hauptsache gesund. Ich stoße auf eine Abwehr, Ablehnung und auf persönliche Anmache, die mich schon erstaunt.  Der Ton wird krätzig, wohlgemerkt, nicht der meine. Krass. Ich gebe was auf Wissenschaft. Aber wenn sie so stur jede andere Herangehensweise bekämpft und nichts gelten lassen kann als sich selbst, dann find ich´s auch scheiße. Nicht die Wissenschaft, sondern die Leute, die sie so vor sich hertragen. Ich habe ein paar blockiert. Und wenn es Professoren sind - Arsch ist Arsch.

Ich würd trotzdem gerne die Gräben schließen. Herrje. Das kann´s doch nicht sein. 

15.02., Dienstag

Der Tag ist zerfleddert, es liegt viel an, aber alles nix Großes. Ich will keinen Stress schieben und lasse es ruhig angehen. Bis zu vieles fast zeitgleich geschehen sollte. Das kann nicht gutgehen. Ich erwarte den Anruf einer Lehrerin, komme mit dem Telefon nicht klar und verpasse ihn zwei Mal, schmettere das Telefon auf den Küchenboden. Das Telefon fährt auseinander, ich bekomme es auch nicht mehr zusammen, und ich breche die Hausaufgaben ab, "geh spielen!". Hat eh keinen Wert mehr. Das Spiel anscheinend auch nicht, das Kind kommt bald heulend wieder und ich  schimpfe mit dem anderen Kind aus vollen Rohren. Beide heulen. Dann gehen wir gemeinsam malen. Das gefällt. Und abends sagen sie, es sei ein guter Tag gewesen. Wow. Dieser Ausspruch ist mein Highlight des Tages. 

29.10., Freitag

Auf einer Party. Ein Familienmitglied der Gastgaberein bringt einen Überraschungsgast mit, von dem unzweifelhaft klar ist, der ist absolutes NoGo. Alle machen gute Miene, was sollte man sonst auch tun, es will ja keiner die Party sprengen.  Der, der den Gast mitbringt, sieht das Problem nicht - "geht doch". Man kann Familie auch als den Ort definieren, an dem jeder tun kann, wie ihm passt - geschissen auf den Rest - man ist ja sowieso heillos einander ausgeliefert. Da braucht´s eigentlich keine Gruselparty mehr.

09.10., Samstag

Auf dem Friedhof gewesen, das Grab herbstlich gestaltet. Das erste Mal wieder Vogelfutter mitgenommen und die Tränke gefüllt.  Letztes Jahr wurde von. der Tränke der steinerne Vogel geklaut. DAS hat mich vielleicht genervt. Wer macht denn sowas.  Jetzt hatte ich einen - billigen und nicht zu vergleichenden - Keramik-Ersatzvogel und außerdem Sekundenkleber besorgt.. Ich musste die Tube mit der Gartenschere aufschneiden, damit was rauskam und dann lief der Leim an den Fingern hinab und der Vogel hielt erst nicht. 

Ein Friedhof scheint nicht der passende Ort zum Wüten und Fluchen. Wenn wir es schon im Diesseits nicht hinbekommen, soll wenigstens im Jenseits eine Art ewiger Frieden sein. Aber mir war danach. 

28.07., Mittwoch

Einer dieser Tage, den man nie vergissen wird. Ein Unfall mit Ansage. Der tragische Tod eines kleinen, vierbeinigen Familienmitgliedes, der nicht überrascht, weil er naheliegend war, der nichtsdestotrotz schockiert. Zugleich wirkt die Gnade des Vergessens. Demenz kann auch ein Segen sein.

Juli 21

Grad sehe ich - der letzte Eintrag im Mail. Nichts Unschönes seither? Ha! Schön wär´s. es gab Streit, viel zu viel Regen, Hochwasser, viel zu wenig Sonne, Ärger über eine Politik, die aus ihrem 80erJahre-wir-nehmen-uns,-was-uns-gefällt-feeling nicht herauskommtes ....gibt massig Unschönes.

26.05., Mittwoch

Es gab Unschönes. Viel.

Corona nervt zunehmend. Es bringt Entfremdung mit sich.

Ein Streit, verbunden mit Megawut  zum Heiser-werden. Frust, weil die Lage sich so heillos verfahren darstellt. Die Zeit wirds bringen. Aber dazu braucht es Geduld, die mir schwer fällt.

Die Lasagne ist missraten. So viel Mühe haben wir uns gegeben, und so perfekt sah sie aus. Und dann war sie überwürzt, und das ärgert mega, weil es Fehler sind, die sich leicht vermeiden ließen.

Das Wetter nervt. Ich will den Regen mögen und loibpreisen. Ich weiß ja, wie wichtig er ist. Aber ich sehne mich nach Sonne und Wärme und Draussen-sein.

Meine Hände sind voller Pflaster. Ich weiß auch nicht, wie ich mir diese Schrunden und Schnitte alle eingefangen habe.  Aufs Knie bin ich gefallen und dachte sofort "Scheiße", im Aikido gibt´s eine ´Fallschule´ - gekonmntes Fallen; man schützt sich selbst. Ich habe wirklich gaar nichts gelernt im Aikido. Das ist ein Jammer. Das Knie tut immer noch weh.

Von einem Ausflug tolle Bilder gemacht. Zuhause festgestellt, dass keine Karte in der Kamera war.

20.04., Dienstag

Die bundesweite Notbremse ist so gut wie beschlossen. Sie toleriert Abweichungen nach oben, zu ´härter´, nach unten nicht. Baden Württemberg nimmt´s härter. Die Ausgangssperre gilt hier ab 21 Uhr, einen Nachtspaziergang kann man auch nicht machen, wie andernorts, bis Mitternacht. Und ging die Rede von ´bis Ende Juni´. Na prima. das lässt einen ja hoffen.

Freibad hieß es erst, öffne früher, weil das Hallenbad den ganzen Winter geschlossen hatte. Das ist wohl jetzt ad acta. Man könnte zu den Stau - und Baggerseen. Sofern die nicht abgesperrt und kontrolliert werden. Wo nicht kontrolliert wird, ballt es sich dann. Das ist kontraproduktiv, weiß ich auch, ist aber nicht meine Schuld. Das Geschrei ist riesig. Wie kann man bloß.

Ja. Wie kann man bloß - versuchen, möglichst unbeschadet durch diese Zeit zu kommen. Wie kann man bloß - den Kinder die Lebensfreude nicht verbieten wollen. Wie kann man bloß - raus wollen, auch als Nicht-single-tags-Joggerin.

Corona ist ein Indoorproblem. Weshalb sperrt man dann die Leute rein, weshalb lässt man sie sich nicht draussen großmütig verteilen - jetzt, im Frühjahr, im Frühsommer, im Sommer, bis zum Herbst, bis dann das Gros geimpft ist. Ich versteh´s nicht.

18.04., Sonntag

es gab recht viel Unschönes in letzter Zeit. So einiges.

Steigende Inzidenzen, neue Lockdowns, Schulschließungen, Sorgen. 

Und ich bin mit der eigenen Härte konfrontiert, die es gibt, trotzdem ich sie nicht mag und sie eigentlich in ihre Schranken weisen möchte. Aber es muss offenbar nur penetrant und stressig genug kommen, dann ist sie da und nicht zu ignorieren. Ich weiß, es ist purer Selbstschutz, der da agiert, aber dennoch stelle ich mit Bestürzung fest, wie hoch gehaltene Ideale zurückweichen. Ich muss sie am Zipfel packen und halten.

05. April Ostermontag

Ein heftiger Streit, ein Eklat. Das versaut jede Osterfreude. Zwei halten sich nicht an Vereinbarungen und Regeln, und der Dritte, der sich darüber aufregt und vom Platz geht  - "so spiel ich nicht mehr mit" - der soll schuld sein. Das hab ich ja gerne. Pah! Neeneenee, so nich.

Abends dann noch Streit zwischen den Kindern und mir. Ein Spiel, das entgleist ist. Die Kinder sind so verwirrt wie ich, und wie wir´s schließlich aufdröseln, erkenne ich, dass wir da eine Art Nachschlag genommen haben und am selben Thema landen.

Streiten ist nicht schön. Gut sind Erkenntnisse und Versöhnungen.

31. März 2021

Mir ist täglich ein Mal nach Kotzen. Es wird diskutiert und aufgemacht und geschlossen, ich verliere den Überblick.  Lockdown im Lockdown im Lockdown, light, hart, härter, am Härtesten. Ich meine, ich versteh´s ja - jeder hat auf den Frühling und das Impfen gehofft, und jetzt findet beides statt, und die Zahlen der Neuinfektionen steigen trotzdem. Das ist megafrustrierend. Aber wütend macht mich, dass Erstklässler getestet werden und Maske tragen MÜSSEN, und der Wirtschaft wird freundlich empfohlen, doch der eigenen Verantwortung gerecht zu werden. "Man habe gute Hygienekonzepte!", verteidigt man sich. Das haben Theater und Konzertveranstalter auch, und Läden, und Fitnessstudios, und all das. In manchen Firmen geht es zu als gäbe es kein Corona, und auf den Schulen trägt man Mundschutz selbst in den Aussenbereichen.

29. März 2021

Die Zeitumstellung beschert einen scheußlichen Start in die neue Woche. Wir sind voll aus dem Rhythmus und schlecht gelaunt und das ausgerechnet an dem Abschiedsmorgen, an dem ihre Woche bei Papa beginnt.

23. März 2021

Kurz vor Ostern, ich bange um den Osterhasen. Gerade hat Ministerpräsident Kretschmann mich zum Schreien gebracht. Inklusive Faust aufs Büffet und Schimpfworttirade. Ich habe keinen Nerv mehr für Lockdown. Ich rede kaum mehr über Corona, ich ignoriere es, ich wurstle mich durch und warte darauf, dass es endlich vorbei ist. Und nun nochmal "harter Lockdown!". Du mich auch. In all diesen Regelungen ist kein Konzept mehr erkennbar. Beschlossen wird, was leicht zu beschließen ist. Alles, was ein wenig Erleichterung brächte, streichen. So siehts aus. So ist draussen viel Unternehmen nicht möglich, wo wenig Infektionsgefahr bestünde, während drin viel Schutz und Vorsorge unterbleibt, weil sich Wirtschaft und Industrie querstellen. Testen und Impfen - ein einziges Jammerspiel.

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