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"Hundert Jahre Einsamkeit" oder

"Liebe in den Zeiten der Cholera"
copyright Rottweil ist überall

Zwei wunderbare Bücher von Gabriel Garcia Marquez

Am Ende wird alles gut, ob nun die Ameisen übernehmen und die Natur zurückholt, wo in sie hineingehaust worden war, oder ob einer ein halbes Jahrhundert um die Liebe ringt und sie erst gewinnt, wenn er fast schon mit einem Bein im Grab steht.  Ich liebe Bücher, die epische Gerechtigkeit walten lassen, denen es gelingt, selbst dem Schlimmen Tröstliches abzugewinnen. In „Hundert Jahre Einsamkeit“ sind die Geschichten der menschlichen Protagonisten tragisch.  Trotzdem bin ich am Ende versöhnt, weil das Leben an sich weitergeht. Am Ende wird alles gut, und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.  Mit diesem Gedanken kann ich mich über ziemlich viel hinwegtrösten.

Ich muss mal weg von Corona.  Das ist freilich leichter gesagt als getan. Corona durchdringt jeden Lebensbereich, so scheint´s.

Und doch hat immer alles zwei Seiten. Der Himmel ist ohne Kondensstreifen, die Luft ist sauberer, das Wasser klarer. Auch die Stille gefällt mir, es brummt und hämmert und lärmt nicht mehr so. Ein paar Monate Shut-down, und die Welt ist eine andere, ich hoffe eine bessere. Dass ein schnelles Umstellen möglich ist, sieht man gerade. Es ist möglich, regional zu agieren und global an einem Strang zu ziehen.

Das ist ein Thema, das mich auch schon vor Corona umtrieb.

Wenn der Natur immer mehr Gebiete weggenommen werden, kommen Tiere und Menschen einander näher. Manche Tiere können sich nicht so weit anpassen, die sterben aus. Andere - die, so habe ich jetzt gehört , sogenannten  Generalisten - passen sich an und bringen ausser ihren Gewohnheiten auch ihre Krankheitserreger mit – die ebenfalls anpassungsfähig und flexibel sind, und also sich auch so verändern können, dass sie auf den Menschen überspringen.

Es empfiehlt sich daher auch als Seuchenprophylaxe, der Natur und allem was darin kreucht und fleucht ihren Raum zu lassen. Vielleicht wäre dies sogar ein Argument für Politik und Wirtschaft endlich umzudenken, wo doch deren Panik vor Rezession und ´Weniger´ die der Klimaschützer vor einer unumkehrbaren Erderwärmung um ein Vielfaches übersteigt.

Ich wäre dafür, der Natur verfassungsrechtlichen Schutz einzuräumen.  Natürlich kann die Natur nicht klagen. Aber Menschen, die sich für den Bereich, der bedroht ist, engagieren, können das tun. So ist das in zb Bolivien und Neuseeland möglich.

Ich habe nie verstanden, dass die Natur erst beweisen muss, dass etwas ihr schadet. Chemikalien gelangen auf Böden, in Gewässer, in die Luft, und die Hersteller produzieren unter der Prämisse, solange nicht bewiesen ist, dass ihr Tun schadhaften Einfluss hat, dürfen sie. Es ist derzeit tatsächlich rechtlich am Staat, als dem Stellvertreter der Interessen der Allgemeinheit, und auch der Natur, nachzuweisen, dass etwas giftig und schadhaft ist, um es dann verbieten zu können.  Das finde ich krass. Es muss am Produzenten liegen, nachzuweisen, dass etwas ungiftig ist.  Und wenn er eine einmal erlangte Genehmigung hat, (die er auf Grundlage nicht naturentsprechender Tests erlangte), und es stellen sich im realen Gebrauch Zweifel, muss damit aufgehört werden. Sofort. Und solange er den Bewies nicht erbringen kann, dass seine Produkte unschädlich sind, darf er sie nicht mehr produzieren. Fertig aus. So herum wird ein Schuh draus. Die Wirtschaft soll den Menschen dienen, nicht anders herum. Gepfiffen auf entgangene Gewinne.

Es ist nicht wie in der Kriminalistik - die Schuld muss bewiesen sein. Sonst müsste man die Produzenten und ihre Komplizen behandeln wie Verbrecher, dann wäre der Herbizidproduzent, der nebenbei auch den Bienen zusetzt, ein Massenmörder. Kann auch keiner wollen. Und wie soll die Natur beweisen, was ihr schadet? Soll die Biene ein Gutachten unter Einhaltung wissenschaftlicher Standarts  anstrengen?

Wer einen Eingriff in die Natur vornimmt, belegt, dass dieser kein Schaden entsteht, oder der wird ernsthaft und glaubwürdig  ausgeglichen. Man muss die realen Kosten rechnen, auch die, welche die Natur treffen, plus die Entsorgungskosten, die Spätfolgen, alles- . Ja, dann wird´s schwieriger für die Menschen und ihr Wirtschaften. Dann müssen sie sich mit weniger Platz und weniger Produzieren und Mobilität begnügen. Auch das ist nur recht. Die Erde gehört uns nicht. Wir dürfen darauf sein. Das ist alles.

Eine Million Arten von insgesamt acht bis zehn Millionen sind in den nächsten Jahrzehnten vom Aussterben bedroht. Wenn es so weiter geht, ist eine davon der Mensch. Steht im Globalen Zustandsbericht zur Biodiversität. Radikal. Ja. Aber weshalb nicht.  Wenn das Problem groß ist, muss es auch die Lösung sein. Dass das geht, sehen wir gerade. Irgendwelche Dumpfbacken schreien immer. Lasse man sie schreien - wenn´s ihnen hilft.

Ich habe Diskussionen verfolgt, in denen Leute sich mokierten, dass der Ausbau einer Landstrasse nur deshalb so teuer war, wie er war, weil Wildübergänge oder Froschpassagen miteingebaut wurden. Und ein Ton schwingt mit – was für eine Vergeudung von Steuergeldern. Vergeudung. Ja klar! Man kann doch nicht einfach so tun, als wären die Tiere nichts wert, in dem Stil „dann sind die Frösche halt platt, so what. Quakt kein Mensch danach“. Das geht doch nicht. Und wenn es der Juchtenkäfer ist, der einem Bahnhof im Weg steht, oder die Gelbbauchunke einem Gefängnisneubau, dann ist das so. Dann haben Juchtenkäfer und Gelbbauchunke Recht, wenn sie sagen „nicht hier!“.

Mit was für einer Anmaßung man sich bislang über alles Hinderliche hinweg gesetzt hat.  Mit was für einer Verve man zB. die AKWs gebaut und behauptet hat, die seien sicher. Mit Material, das zum Teil Millionen von Jahre strahlt. Und man hatte und hat NULL Plan, wie man das wieder abbaut und entsorgt und endlagert, geschweige denn, dass man für solche Zeiträume Endlagerplätze sich überhaupt vorstellen kann.  Tut man einfach. Nach uns die Sintflut. (Und kommt die, sind´s idiotische Verschwörungstheorien, die am Werk sind). Ich denke immer, man muss anfangen, das jetzt wirklich abzuschalten, abzutragen und aufzuräumen, bevor man ganz andere Probleme hat.

Das muss aufhören! Die eigene Freiheit hört da auf, wo die des andern anfängt. Das gilt auch für den Juchtenkäfer und die Gelbbauchunke, und für den Regenwurm und für die Stechmücke, für Wald und Wiese, Wasser und Luft, Erde und Gestein.

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